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Art. 50 EU-KI-Verordnung · in Kraft seit 02.08.2026

Die Kennzeichnungspflicht ist die einzige KI-Pflicht, die Ihre Kunden sehen.

Die Kennzeichnung ist die einzige KI-Pflicht, die Ihre Kunden sehen — Inventar, Richtlinie und Schulungsnachweis zeigt man erst vor, wenn jemand fragt. Diese hier steht unter Ihrem Social-Media-Post, in Ihrem Chatfenster und auf Ihrer Website. Wer sie sauber umsetzt, erfüllt nicht nur eine Vorschrift — er zeigt, dass er weiß, was er tut.

Wir stellen die Kennzeichen kostenlos zur Verfügung. Ohne Anmeldung, ohne E-Mail-Adresse, in drei Sprachen.

Erst einmal: Was Sie kennzeichnen müssen — und was nicht

Die meisten Anbieter erzählen Ihnen, Sie müssten jetzt alles kennzeichnen. Das stimmt nicht, und es kostet Sie unnötig Aufwand und Glaubwürdigkeit. Die Verordnung ist enger, als sie klingt.

InhaltKennzeichnen?Warum
Fotorealistisches KI-Bild oder -Video Ja Deepfake nach Art. 3 Nr. 60 — Inhalt, der wirklichen Personen, Orten oder Ereignissen ähnelt und für echt gehalten werden könnte. Die Pflicht trifft Sie als Betreiber (Art. 50 Abs. 4).
Chatbot auf Ihrer Website Ja Menschen müssen erfahren, dass sie mit einer KI sprechen (Art. 50 Abs. 1). Formal trifft die Pflicht den Anbieter des Systems — praktisch steht der Hinweis in Ihrem Fenster, und wer den Bot unter eigenem Namen anbietet, kann nach Art. 25 selbst zum Anbieter werden.
KI-Stimme in Ansage oder Podcast Ja Auch Toninhalte fallen unter Art. 3 Nr. 60, sobald sie echt wirken.
Marketingtext, Angebot, Produktbeschreibung Nein Die Textpflicht aus Art. 50 Abs. 4 gilt nur für Texte, die die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren. Ihr Werbetext gehört nicht dazu.
Redaktionell geprüfter Beitrag Nein Selbst bei publizistischen Inhalten entfällt die Pflicht, wenn eine Person den Text geprüft hat und die redaktionelle Verantwortung trägt.
Erkennbare Illustration, Cartoon, Kunst Reduziert Bei erkennbar künstlerischen, satirischen oder fiktionalen Werken genügt eine angemessene Offenlegung, die die Darstellung nicht beeinträchtigt.
Rechtschreib- und Formulierungshilfe Nein Reine Unterstützungsfunktionen, die den Inhalt nicht wesentlich verändern, sind ausgenommen.
Interne Dokumente, Notizen, Entwürfe Nein Die Pflicht knüpft an Veröffentlichung an, nicht an Nutzung.
Faustregel für den Alltag: Könnte ein Betrachter es für eine echte Aufnahme halten? Dann kennzeichnen. Ist offensichtlich, dass es gemacht ist — oder liest jemand mit redaktioneller Verantwortung gegen — dann nicht. Im Zweifel kennzeichnen: Es kostet nichts und wirkt souverän.

Art. 50 Abs. 2 verlangt zusätzlich eine maschinenlesbare Markierung. Diese Pflicht trifft ausschließlich die Anbieter der KI-Systeme — also OpenAI, Google, Adobe und andere. Als Anwenderunternehmen müssen Sie kein Wasserzeichen selbst einbetten. Wer Ihnen das verkaufen will, verwechselt Anbieter- mit Betreiberpflichten.

Die Kennzeichen — kostenlos, in drei Sprachen

Die Verordnung schreibt keine bestimmte Form vor. Es gibt kein amtliches EU-Symbol, und niemand darf Ihnen eines verkaufen. Verlangt ist nur, dass die Offenlegung klar erkennbar ist und rechtzeitig erfolgt — also dann, wenn der Inhalt wahrgenommen wird. Genau dafür sind diese Kennzeichen gemacht: schlicht, lesbar, in jeder Größe funktionierend.

Diese Auswahl bestimmt, in welcher Sprache das Kennzeichen selbst beschriftet ist — unabhängig davon, in welcher Sprache Sie diese Seite lesen. Wer auf Deutsch veröffentlicht, nimmt das deutsche Kennzeichen, auch wenn er hier Englisch liest.

Typ 1 · Art. 50 Abs. 4

KI-generiert

Kennzeichen KI-generiert
Für Bilder, Videos und Tonaufnahmen, die echt wirken könnten. Das ist das Kennzeichen, das Sie am häufigsten brauchen.
Typ 2 · freiwillig

KI-unterstützt

Kennzeichen KI-unterstützt
Wenn KI bei der Bearbeitung geholfen hat, der Inhalt aber echt ist. Nicht verpflichtend — aber ein ehrliches Signal, das Vertrauen schafft.
Typ 3 · Art. 50 Abs. 1

KI-Assistent

Kennzeichen KI-Assistent
Für Chatfenster, Telefonassistenten und Formular-Bots. Muss vor der ersten Antwort sichtbar sein, nicht erst im Impressum.
Alle 36 Kennzeichen als ZIP SVG · frei skalierbar · drei Sprachen · hell und dunkel · mit und ohne Zusatz
Damit keine Missverständnisse entstehen: Diese Kennzeichen sind kein Prüfsiegel und keine Konformitätsbestätigung. Sie sagen aus, dass ein Inhalt mit KI erstellt wurde — sie sagen nicht, dass Ihr Unternehmen die EU-KI-Verordnung (EU AI Act) insgesamt einhält. Das kann kein Zeichen leisten, und wer etwas anderes behauptet, führt Sie in die Irre. Sie dürfen die Kennzeichen frei verwenden, verändern und weitergeben, auch kommerziell.

Mit Ihrem Logo statt mit unserem

Eine Pflichtangabe ist eine verschenkte Fläche, wenn sie fremd aussieht. Setzen Sie Ihr eigenes Logo neben den Hinweis — dann steht dort nicht „hier war eine KI am Werk“, sondern „wir sagen Ihnen, wo eine KI am Werk war“. Aus einer Vorschrift wird ein Vertrauenssignal in Ihrer eigenen Handschrift.

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Alles läuft in Ihrem Browser. Ihr Logo wird nicht hochgeladen und erreicht unsere Server zu keinem Zeitpunkt.

Ein Schritt davor: wer entscheidet, was gekennzeichnet wird?

Das Zeichen ist schnell eingebaut. Die Frage davor ist die schwierige: Jemand bei Ihnen muss beurteilen, was gekennzeichnet gehört. Die Faustregel aus unseren Schulungen lautet: Könnte man es für echt halten? Dann offenlegen. Wer diese Frage im Alltag beantwortet, sollte sie begründen können. Den Kurs dafür gibt es für eine Person einzeln: fünf Module, rund 40 Minuten, persönliches Zertifikat mit öffentlich prüfbarer ID. 49 € einmalig, kein Abo, keine Laufzeit.

Und im Abo führt es zurück in die Akte

Der Generator hier oben erzeugt Ihnen ein Bild. Was er nicht kann: belegen, dass Sie eine Kennzeichnungsregel haben — und dass Ihr Team sie kennt. Genau das ist im KlarComply-Abo der nächste Schritt: Sie hinterlegen Ihre Kennzeichnungsregel einmal im Dashboard, sie erscheint automatisch in der Schulung aller Mitarbeitenden und in Ihrer druckbaren Nachweis-Akte. Wenn jemand fragt, wie Sie Art. 50 umsetzen, ist das die Antwort — nicht das Bild, sondern die Regel dahinter.

Tarife ansehen — ab 49 € im Monat

Die Regel selbst fehlt Ihnen noch?

Die Kennzeichnung ist ein Satz aus einem größeren Dokument. Wenn Sie noch keine interne KI-Richtlinie haben, erzeugt unser kostenloser Richtlinien-Generator Ihnen in wenigen Minuten eine fertige Fassung als Word-Datei — mit Ihrem Firmennamen, Ihren freigegebenen Werkzeugen und genau der Kennzeichnungsregel, für die Sie hier die Zeichen holen. Ebenfalls kostenlos, ebenfalls ohne Anmeldung.

Wo das Kennzeichen hingehört

WoWie
Social-Media-BildKennzeichen sichtbar ins Bild einbetten, nicht nur in die Bildunterschrift — Bilder werden weitergereicht, Bildunterschriften nicht. Zusätzlich einen Satz in den Text.
Website und BlogDirekt an das Bild, zum Beispiel als Bildunterschrift oder Ecke im Bild. Bei ganzen Seiten genügt ein Hinweis am Anfang.
VideoIn den ersten Sekunden einblenden und in der Beschreibung wiederholen.
ChatbotIn der Begrüßung, bevor die erste Nutzerfrage beantwortet wird. Ein Hinweis im Impressum genügt nicht.
Newsletter und PDFAm Bild oder als Fußzeile auf der Seite mit dem Inhalt.
Ton und TelefonAnsage zu Beginn: dass es sich um eine synthetische Stimme handelt.

Grundsatz in allen Fällen: Die Offenlegung muss spätestens bei der ersten Wahrnehmung erfolgen und ohne Suchen erkennbar sein. Ein Hinweis, den man erst nach drei Klicks findet, erfüllt die Pflicht nicht.

Häufige Fragen

Gibt es ein vorgeschriebenes Symbol für KI-Kennzeichnung?

Nein. Die EU-KI-Verordnung schreibt keine bestimmte Form vor, und es gibt kein amtliches EU-KI-Siegel. Verlangt ist nur, dass die Offenlegung klar erkennbar ist und spätestens bei der ersten Wahrnehmung des Inhalts erfolgt.

Müssen wir jeden KI-Text kennzeichnen?

Nein. Die Textpflicht aus Art. 50 Abs. 4 gilt nur für Texte, die die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren. Marketingtexte, Angebote und Produktbeschreibungen fallen nicht darunter. Selbst bei publizistischen Inhalten entfällt die Pflicht, wenn eine Person den Text geprüft hat und die redaktionelle Verantwortung trägt.

Müssen wir als Anwenderunternehmen ein maschinenlesbares Wasserzeichen einbetten?

Nein. Die Pflicht zur maschinenlesbaren Markierung aus Art. 50 Abs. 2 trifft ausschließlich die Anbieter der KI-Systeme, also etwa OpenAI, Google oder Adobe. Als Anwenderunternehmen müssen Sie kein Wasserzeichen selbst erzeugen.

Welche Inhalte muss ein Unternehmen kennzeichnen?

Kennzeichnungspflichtig sind KI-erzeugte oder KI-manipulierte Bild-, Ton- und Videoinhalte, die echt wirken könnten (Deepfakes nach Art. 3 Nr. 60), sowie Chatbots, bei denen nicht offensichtlich ist, dass eine KI antwortet. Nicht kennzeichnungspflichtig sind Marketingtexte, erkennbare Illustrationen, reine Rechtschreibhilfe und interne Dokumente.

Das Kennzeichen ist der sichtbare Teil. Der Nachweis ist der, nach dem gefragt wird.

Ein gekennzeichnetes Bild zeigt, dass Sie an einer Stelle richtig gehandelt haben. Gefragt wird aber nach dem System dahinter: Welche KI-Werkzeuge nutzen Sie, wer ist verantwortlich, welche Regel gilt, und wissen Ihre Mitarbeitenden davon? KlarComply liefert genau diese vier Antworten auf Knopfdruck — Inventar, Ansprechperson, Richtlinie und Schulungsnachweise für jede Person, mit prüfbarer ID.